Temporäre Unzufriedenheit im beruflichen Alltag aufgrund von Unter- oder Überforderung, zwischenmenschlichen Schwierigkeiten oder äusseren Umständen ist normal. Da muss man manchmal einfach durch. Wie erkenne ich aber, ob ich im falschen Beruf bin, ob ich etwas ändern sollte? Wie kann ich sicher sein, dass ein Jobwechsel oder eine Umschulung, vielleicht sogar eine Zweitausbildung eigentlich das Richtige wäre? Psychologen sagen, dass Menschen, die grosses Vertrauen ins eigene Bauchgefühl aufbringen, in der Regel besser entscheiden als solche, die lange darüber grübeln, Pro- und Kontra-Listen erstellen und alles rational abzuwägen versuchen.

Welcher Beruf passt zu mir?
Welcher Beruf passt zu mir?

 

Welches Leben will ich führen?

Und dennoch sollte man auf die wichtigen Fragen ehrliche Antworten finden: Welches Leben möchte ich führen? Wie viel Geld, Raum und Zeit brauche ich für Hobbys und Freizeit? Bin ich eher ein menschen- oder sachorientierter Typ?

Verschiedene Berufe bedingen verschiedene Lebensweisen – und über diese sollte sich jeder Gedanken machen. Auch ist es ratsam, sich in Krisenmomenten im engsten Umfeld auf die Probe zu stellen, also Eltern oder Freunde um ihre Sicht der Dinge zu bitten.

Umwege und Risiken gehören dazu

Irgendwann muss jeder herausfinden, welcher Job und welches Umfeld zu einem passt. Gerade beim Berufseinstieg gehören Umwege dazu. Daher sollte man einen Jobwechsel möglichst nicht als Fehler bewerten, sondern als persönliche Weiterentwicklung ansehen. Im Nachhinein ist man jeweils schlauer – was aber nicht heisst, das man es vorher hätte wissen können. Sowohl die Lage auf dem Arbeitsmarkt als auch die eigenen Vorstellungen eines erfüllenden Berufs können sich verändern. Und sowieso: Gewisse Dinge lassen sich einfach nicht vorhersehen – die launische Art des Chefs oder bedrückende Routine, schwierige Teamkonstellationen oder dauernde Wechsel der Mitarbeiter.

Arbeit, die Spass macht!

Hingegen: Wem seine Arbeit Spass macht, der kann auch kleinere und mittelgrosse Rückschläge sowie finanzielle Engpässe oder Überstunden in Kauf nehmen. Grundsätzlich gilt: Wer am morgen grosse Mühe hat aufzustehen und den ganzen Tag auf den Feierabend wartet, der sollte etwas ändern – besser früher als später. Denn das Berufsleben ist lang. Jeder sollte sich immer wieder die Frage stellen, ob das hier eigentlich das Leben ist, das man leben möchte – privat und beruflich. Lautet die Antwort nein, dann sollte man etwas ändern.

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