Wohl noch nie hat sich die Arbeitswelt so schnell verändert wie in den letzten Jahrzehnten:

Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Immer mehr junge Unternehmen und Start-Ups drängen auf den Markt und schaffen es, mit neuen Konzepten alteingesessenen Unternehmen ihre Position streitig zu machen. Arbeitnehmer fordern Freiheit und Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz. Frauen fordern eine gleichberechtigte Behandlung. Jobsharing bahnt sich seinen Weg. Von Arbeitnehmern wird immer mehr Geschwindigkeit und Flexibilität erwartet, zeitgleich leiden immer mehr Menschen unter Stress und arbeitsbezogenen Krankheiten wie dem Burnout-Syndrom.

In dieser chaotischen Welt liegt eine besondere Verantwortung bei den Führungskräften. Sie sind für die Stabilität des Unternehmens und die Motivation der Arbeitnehmer mitverantwortlich.

Denn um den langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu garantieren, ist vor allen Dingen die Zufriedenheit der Mitarbeiter ausschlaggebend.

In diesem Artikel möchte ich auf die Veränderungen im Führungs- und  im Arbeitnehmerverhalten der letzten 50 Jahre eingehen und Möglichkeiten aufzeigen, mit den Entwicklungen Schritt zu halten.

Veränderungen des Führungsstils

Lange Zeit galt ein autokratischer Führungsstil, dessen Wurzeln bis zur industriellen Revolution zurückreichen, als zielführend. Im Zuge der Demokratisierung und dem freien Zugang zu Wissen und Informationen liegt der Fokus heute mehr auf Individualität und freier Entfaltung am Arbeitsplatz. Führungskräfte erhalten ihre Legitimation nicht länger durch den Zugang zu relevanten Informationen und Personen, sondern müssen sich vor allem durch soziale Kompetenz und einen flexiblen Führungsstil beweisen. Die Zeiten der «command-and-control»-Führungsstile sind endgültig vorbei.

Die meisten jungen Unternehmen und Start-Ups verfolgen daher einen partizipativen Führungsansatz.

Arbeit wird nicht nur delegiert, sondern die Mitarbeiter werden aktiv in wichtige Entscheidungen miteinbezogen.

Es gibt keine klaren Regeln für das Erreichen eines Zieles, sondern je nach Ressourcen werden Entscheidungen aus der Situation heraus getroffen.

Eine besonders grosse Rolle in einem erfolgreichen Führungsverhalten spielt die Motivation der Mitarbeiter. Motivation entsteht durch eine optimale Kombination aus Arbeitseinsatz und Belohnung. Eine gute Führungskraft schafft  Belohnungsanreize, überträgt dem Mitarbeiter Verantwortung und fördert die Eigeninitiative. In vielen erfolgreichen Unternehmen ist die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen sehr hoch, so dass sie bereitwillig und gerne arbeiten. Mehr noch, der Erfolg der Firma ist für sie assoziiert mit persönlichem Erfolg.

Veränderungen im Arbeitnehmerverhalten

Viele Arbeitnehmer suchen Sinnhaftigkeit in ihrer Arbeit, sie möchten etwas bewegen und einen positiven Beitrag leisten. Der monetäre Lohn ist nicht länger Hauptmotivation für Arbeitnehmer. Einhergehend mit dem Streben nach Selbstverwirklichung am Arbeitsplatz ist besonders die Suche nach Anerkennung zu einem wichtigen Faktor geworden.

Für Führungskräfte ist es sehr wichtig, das zu erkennen. Die Mitarbeiter erwarten nicht nur Kritik bei mangelndem Verhalten, sondern auch Lob für besonderen Arbeitseinsatz.

Eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung schafft ein angenehmes Arbeitsklima und sorgt für eine höhere Arbeitszufriedenheit und Produktivität.

Durch die Digitalisierung verändert sich der Markt schneller denn je. Dadurch wächst auch der Leistungsdruck auf die Mitarbeiter. Begriffe wie «Burnout« oder «Work-Life-Balance» gehören längst zum Alltagsjargon. Im Unterschied zu der Arbeitskultur vor 50 Jahren gilt es allerdings nicht mehr als selbstverständlich, das Privatleben dem Arbeitsalltag unterzuordnen. Eine ausgewogene Work-Life-Balance bei gleichzeitig angemessener Bezahlung ist das Ideal.

Zusammenfassung: Eine Führungskraft muss den optimalen Grad finden zwischen Anleiten und Delegieren. Sie muss für die Mitarbeiter gleichzeitig fachliche Autorität und persönlicher Mentor sein. Sie muss den Mitarbeitern Anerkennung entgegenbringen und ein Gefühl dafür entwickeln, wann Lob oder ehrliche Kritik angebracht ist.

Jeder Arbeiter muss individuell und fair geführt werden. Vor allem anderen muss die Führungskraft über eine ausgeprägte soziale Kompetenz verfügen.

Das Gute daran: Mittlerweile gibt es zahlreiche Coaching-Angebote, die sich auf Coachings von Führungskräften in der heutigen Arbeitswelt spezialisiert haben.

Coaching Weiterbildung und Ausbildungen. Mit Coaching sich und andere Menschen fördern.
Coaching Weiterbildung und Ausbildungen. Mit Coaching sich und andere Menschen fördern.

Coaching für Führungskräfte – Welchen Nutzen hat es?

In einem Coaching werden Führungsprozesse simuliert und der Teilnehmer hat die Möglichkeit, unvoreingenommenes und objektives Feedback auf sein Führungsverhalten zu bekommen.

Die erfolgreichsten Coaching Ausbilungsangebote gehen meist über mehrere Tage und sind limitiert auf eine bestimmte Teilnehmerzahl.

Erfolgreich führen bedeutet vor allem, die eigenen Ressourcen und die seiner Mitarbeiter zu kennen und optimal einzusetzen. In einem Coaching lernt man, ein Gespür für die individuellen Fähigkeiten und Talente der Mitarbeiter zu entwickeln. Durch gezielte Fragestellungen wird an Bewusstsein und Empathie gearbeitet. Man erhält praktische Tools, die man im Arbeitsalltag einsetzen kann.

Das Bewusstsein für die eigenen Stärken und Schwächen wird geschärft. Stärken werden ausgebaut, Schwächen aufgedeckt und es wird zielführend an ihnen gearbeitet.

Insbesondere Führungskräfte leiden oft unter einer hohen Stressbelastung. Durch die Verantwortung, die auf ihnen lastet, sind sie enormen Druck ausgesetzt. Regelmässige Coachings (Einzelcoachings, Standortbestimmung u.a.) sind daher auch Präventivmassnahmen für die Instandhaltung der eigenen Gesundheit.

Wie läuft ein Coaching für Führungskräfte ab?

Ein Coaching für Führungskräfte ist fast nie ein reines Einzelcoaching. Die meisten Anbieter haben einen sozialen Kontext in ihr Coaching implementiert. Das kann z.B. so aussehen:

In einer Gruppe aus mehreren Teilnehmern müssen bestimmte Aufgaben gelöst werden. Der Reihe nach übernimmt jeder der Teilnehmer einmal die Rolle der Führungsperson. Anschliessend gibt es eine Feedbackrunde, sodass jeder Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung erhält. Auf diese Art kriegt man unabhängiges Feedback auf eingeprägte Verhaltensweisen und deckt mögliche «Blind-Spots» auf, die sich aus einer divergierenden Eigen- und Fremdwahrnehmung ergeben.

Man erhält wertvollen Input zur eigenen Arbeitsweise und lernt, sich selbst besser einzuschätzen.

Ein wichtiger Nebeneffekt: Nebenbei können unter Umständen wertvolle Kontakte geknüpft werden.

Darüber hinaus bekommt man bei den meisten Anbietern nach erfolgreichem Abschluss des Coachings ein Zertifikat, welches sich hervorragend als Referenz bei einer Jobsuche erweist.

In einer sich rasant verändernden Arbeitswelt Mitarbeiter fordern und doch dem Individuum Mensch gerecht werden, so flexibel und schnell wie möglich arbeiten und dabei einen kühlen Kopf bewahren: Ein Coaching kann Ihnen wertvollen Input liefern, um die täglichen Herausforderungen im Alltag einer Führungskraft zu meistern.

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