Welcher Beruf ist der richtige für mich? Das ist eine Frage, die sich nicht nur potenzielle Lehrlinge stellen müssen. Jeder Mensch, der im Beruf steht, sollte sich dann und wann hinterfragen, ob der jetzige Beruf auch wirklich noch der «richtige» ist. Kann man überhaupt vom «richtigen Beruf» sprechen? Wie merkt man, ob man am richtigen Arbeitsort und im richtigen Beruf arbeitet?

Welcher Beruf passt zu mir, welcher ist der richtige?
Welcher Beruf passt zu mir, welcher ist der richtige?

 

Motivation als Kennwert

Gehen Sie motiviert zur Arbeit oder einfach, weil Sie «müssen»? Spüren Sie in Ihrer täglichen Herausforderung so etwas wie eine innere Befriedigung oder geht es nur darum, dass die Zeit vergeht und dass das nächste Wochenende so schnell wie möglich erreicht wird? Freuen Sie sich über Erfolge, die dank Ihnen erreicht werden? Kennen Sie den Wert Ihrer Arbeit? Dann werden Sie sich ziemlich sicher die Frage, ob Sie im richtigen Beruf stehen, schon gar nicht stellen. Wenn Ihnen diese beschriebenen Gefühle fremd sind, überprüfen Sie unverbindlich Ihren bisherigen Werdegang.

Ernüchterung macht sich breit

Ob man im richtigen Beruf ist beziehungsweise war, diese Frage wird sich spätestens in Form einer unfreiwilligen Bilanz, nämlich vor der Pension, stellen. Was habe ich erreicht? Kürzlich erklärte mir ein guter Freund, dass seine Bilanz sehr ernüchternd ausgefallen sei. Auch wenn wir uns selbst in der Regel zu hart bewerten, sollten wir diese Frage ernst nehmen. Ist es die Angst, die uns lähmt, Neues zu wagen? Dürfen wir nicht scheitern, weil wir Angst vor möglichen Gefahren haben? Zum Beispiel in der Armut zu landen, wenn wir eine «falsche» Entscheidung treffen?

Hindert uns der Wunsch nach Sicherheit, unsere beruflichen Wünsche zu erfüllen?

Der «Firewall» Sicherheit ist letztendlich nur scheinbar. Und nichts zu wagen birgt auch Risiken in sich. Nur weigern wir uns oft unbewusst, diese zu erkennen. Das «Jetzt» wird auch in Zukunft noch so sein, so glauben wir. Dabei ist die Welt dynamischer denn je. Facebook, Google, Apple, Microsoft etc. haben uns die früher so unbekannt grosse und weite Welt auf das Smartphone gebracht. Nützliche, aber auch an Brutalität nicht zu überbietende Bilder und Informationen prasseln auf uns ein und nehmen uns gefangen. Statt in Stunden und Minuten, wird immer mehr in Sekunden gelebt – intensiver und «schneller».

Kennen Sie den Film «Das Beste kommt zum Schluss»? Der weisse Klinikbesitzer und Milliardär Edward Cole und der hochgebildete, schwarze Automechaniker Carter Chambers sind beide an Krebs erkrankt. Zwei Männer, deren Lebenseinstellung und Umgang mit dem Leben nicht unterschiedlicher sein könnte. Dann erfahren sie, dass sie nur noch sechs bis zwölf Monate zu leben haben. Chambers beginnt, eine Liste der Dinge zu erstellen, die er in seinem Leben noch tun will, bevor er «den Löffel abgibt» (die sogenannte Löffelliste). Mehr sei hier von diesem sehenswerten Film nicht verraten.

Erst wenn wir nichts mehr zu verlieren haben, denken wir über unsere Träume nach

Müssen wir zuerst an den Punkt kommen, wie ihn Cole und Chambers erlebt haben? Fragen wir uns wirklich erst am Ende, was wir eigentlich schon lange tun wollten und immer auf die lange Bank verschoben haben? Das gilt auch für den Beruf. Motivierte Mitarbeiter sind das A und O für den Erfolg einer Firma. Den richtigen Beruf suchen – ja warum eigentlich nicht?

Weiterführende Links zum Thema berufliche Neuorientierung


Wünschen Sie ein Coachinggespräch?

räber coaching & persönlichkeitsentwicklung
räber coaching & persönlichkeitsentwicklung